Jugendzentrum Grenzallee Projekte 2010

"Fingerzeige für den Kiez"

FINGERZEIGE FÜR DEN KIEZ ist ein Projekt für die Sonnensiedlung, das sich die Frage stellt: was fehlt im Kiez? Was können Bewohner selbst verändern und was kann durch eine Idee, die praktisch umgesetzt werden soll, verbessert werden? Eine Gruppe von Jugendlichen und Bewohnern bildet sich, die das Lebensumfeld zwischen Aronstraße und Dieselstraße optimieren will. Es geht um knapp 4.000 Bewohner aus verschiedenen Kulturen, oder anders formuliert um gut 1000 Familien in 29 Hochhäusern.
Unter einem gemalten Wunschbaum werden Meinungen und Ideen, Verbesserungsvorschläge und Beschwerden auf Fragebögen gesammelt.
Im Laufe des Jahres soll eine machbare Idee umgesetzt , praktisch
angewendet und gebaut werden. Das Werkstatthaus in der Grenzallee 05 wird Zentrum der handwerklichen Umsetzung der Ideen sein.  Die ersten Recherchen und Befragungen  haben begonnen. Bei folgenden Aktionen haben wir Kontakt zu den Bewohnern aufgenommen: 

27. Mai Seniorentag der offenen Tür im AWO-Haus Aronstr. 63, 

28. Mai Europäischer Nachbarschaftstag im Cafe "Sonnenblick" und "Sunshine Inn"

19. Juni  Kiezfest in der Hänselstraße mit eigenem "Fingerzeige" -Stand und einem Siedlungs-Puzzle für Anwohner.

Wir sind ebenfalls beim Sommerferienprogramm in der Sonnensiedlung vertreten, jeweils am 12., 14., 16., und 19.7.  sowie am 9., 11., 13., 16., 18. und 20. August.

Die Präsentation der Wünsche und der ausgewählten Idee für die Siedlung findet am 21. September in der Zeit von 16:00-18:00 Uhr im Café "Sonnenblick" statt.

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Fingerzeige-Projekt in der Schlussrunde - November 2010

In knapp vier Wochen geht das Projekt “Fingerzeige für den Kiez” aus dem Stärken-Vor-Ort-Programm zu Ende. Nach einer Umfrage am Fingerzeige-Stand anlässlich der Einweihung des Naturlehrpfades der Kleingartenkolonie Freiheit am 24. September zeigte sich sehr bald, welche Idee das Rennen macht. Zur Auswahl standen die Idee einer Familiensitzbank aus einem Stück Kunstoff, ein Familienstammtisch, gedacht für viele Zwecke wie Spielen, Sonnen, Chillen, oder Essen im Freien. Vor dem Hintergrund eines absoluten Mangels an Sitzplätzen im Freien war diese Idee sehr vielversprechend. Die zweite mehrfach genannte Lösung war die eines Orientierungs- und Informationssystems, das Übersicht, Orientierung und Informationen über die Lage der Siedlung und die sozialen Angebote der ortansässigen Einrichtungen bietet.
Die letzte Idee hat sich durchgesetzt: eine Informationstafel im Format DIN AO, bestehend aus einer wetterfesten Informationskarte, auf Alumaterial aufgezogen, und einem Schaukasten aus Holz und Plexiglas, der immer aktuell bestückt werden kann. Der Standort wird beim Durchgang Sonnenallee 273 / Aronsstr. 120 an der Aussenwand des Outreach/Sunshine Inn-Jugendclubs sein. Als zweiter Aufstellort ist der Zaun am Schulgelände der Sonnengrundschule Aronsstraße / Ecke Dammweg vorgesehen. Wegen des zu erwartenden Frostbodens wird diese einfachere Karte, an zwei Holzbalken befestigt, erst im Frühjahr aufgestellt.
Die räumliche Karte der Siedlung hat der Neuköllner Architekt Renee Guder entworfen, der sich schon an einem Planungswettbewerb für die Renovierung der Kita Aronsstr. beteiligt hatte.
Zusammen mit Jugendlichen werden in der Holzwerkstatt des Jugend-, Kultur- und Werkzentrums Grenzallee beide Info-Systeme angefertigt.
Der Tag der Übergabe an die Weiße Siedlung /Sonnensiedlung wird der 13. Dezember sein, als Präsent an die Bewohnner, zeitgleich mit dem Weihnachtsmarkt der Siedlung.
In einem abschließenden Bericht zur Übergabe des Projektergebnisses wird mehr über die  Befragungen und die Aktivitäten der Jugendlichen und Bewohner zu erfahren sein.

1. Familiensitzbank

 

2. Skizze der Siedlungskarte

 

Die Familiensitzbank aus einem Stück- der unterlegene Entwurf

 

Vorskizze des Architekten Guder, bevor die Vogelperspektive der Siedlung entwickelt wurde

 

 

22.10.10 HipHop meets Drums Rockt die Grenzallee !!

Malen nach Orginalen - Praktische Einführung in die Welt der Kunst der Welt

Ein Workshop im Jugend-, Kultur-, und Werkzentrum Grenzallee + GFA Berlin-Neukölln. Ein Projekt zur beruflichen Orientierung junger Erwachsener im Juni 2010, gefördert durch den Projektfonds "Kulturelle Bildung" des Bezirksamtes Neukölln von Berlin.

„Video, Foto, Computer, Graffiti hatten wir schon. Aber richtige Bilder malen, das wär mal was“, sagt Frauke Boetcher, Honorarmitarbeiterin im JKW Grenzallee.
Das Projekt ging von den Kunstwerken der Wanderausstellung THE BANYAN TREE (im Sommer 2009 in der Galerie im Körnerpark in Neukölln) aus.  
Die Teilnehmer suchten sich aus diesem Fundus ein Lieblingskunstwerk, eine Malerei, ein Video, ein Objekt aus. Davon inspiriert entwickelten sie ihre eigenen Werke für das neu installierte Hängesystem an den frisch gemalerten Wänden des JKW Grenzallee.

Projektbeginn, 9. Juni 2010: Jede/r TeilnehmerIn wählte sich ein Lieblings-Kunstwerk aus der Ausstellung THE BANYAN TREE aus.  Gleich danach entstanden erste Ideenskizzen für eigene Arbeiten zunächst mit Stiften und Wasserfarben auf Papier, erst am dritten Workshoptag wurden die Leinwände ausgeteilt. Zwischendurch wurden die Arbeitsergebnisse in der Gruppe kurz vorgestellt.
Die inhaltlichen und kulturellen Hintergründe zu den Orginal-Kunstwerken lieferten die Projektleiter in zahlreichen Einzel-Gesprächen.  Von wem und in welcher Technik waren die Kunstwerke gemacht? Worum ging es, was war das Thema? Auch die Website www.banyan-project.de konnte zu Rate gezogen werden.
Jeder Jugendliche entwickelte eine eigene Arbeit auf Leinwand. „Ganz nebenbei“ wurden so Grundlagen der Malerei vermittelt, ausserdem die Arbeit mit digitaler Fotografie, Drucktechnik, Umgang mit Schablone und Schrift, ebenso die Arbeitsabläufe kreativer Prozesse. Parallel wurde das Hängesystem entwickelt.
Am Morgen des 18. Juni wurden alle Gemälde fotografiert, dann wurde überlegt welche Motive zueinander passen würden. Sehr unterschiedliche Auffassungen kamen zutage ...

18. Juni 2010, 11 Uhr: Zum Abschlussevent wurden alle Besucher des Hauses eingeladen. Die Projektteilnehmer stellten ihre Werke selbst vor.
Der Leiter der Grenzallee, Manutscher Taheri,  eröffnete die Ausstellung.  
Auf  Wunsch der TeilnehmerInnen wurden Listen zur Meinungsumfrage zu den Kunstwerken ausgehängt. Es gab Brötchen und Apfelschorle, anschliessend blieben viele zum gemeinsamen Fussballgucken.

Das Projekt kam allgemein gut an, einige Jugendliche haben bereits nach Farben gefragt und wollen weitere Bilder malen.

Projektleitung : Christine Falk und Alfred Banze
Projektbegleiterin vor Ort : Frauke Boetcher

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